April 2009 - Saône und Rhône - Pénichette 1120R

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Donnerstag, 16.04.09: St. Gilles

Wetter: morgens dicke Wolken und ein richtiger Wolkenbruch, dann schön, bei wenig Wind von Süden. Die Strömung zieht mit maximal 4 km/h.

Wir legen früh morgens in Avignon ab, um das letzte Stück der Rhône hinter uns zu bringen. Auf den geplanten Halt in Arles verzichten wir; wir müssten dafür einen weiteren Tag auf der Rhône bleiben und sind froh, wenn wir den Kanal erreichen. Ausserdem zieht es uns zum Meer.

Kurz nach der Abfahrt fängt es an zu regnen. Zuerst leicht, dann richtig, und dann sehen wir vorne nur noch eine weisse Wand. Wir fahren mitten in einen heftigen Gewitterregen und müssen verlangsamen, weil wir fast nichts mehr sehen. Jetzt haben wir das erste Mal Gelegenheit, die Lichter zu setzen. Wir sind froh um den Scheibenwischer, der wenigstens einen Teil der Scheibe freihält.

Nach einigen Kilometern hört der Regen auf, die Wolken reissen auf und die Sonne zeigt sich. Die letzte Rhône-Schleuse in Vallabregues ist bereit für uns, der Schleusenwärter freundlich, wir schleusen allein und gemütlich.
       Oberhalb von Arles zweigt die Petit Rhône ab nach Westen. Dort fahren wir hinein, es ist fast zu eng nach der breiten Rhône. Die Kleine Rhône hat nicht viel Strömung, und auch der Wind ist schwächer. Es hat jedoch oft alte Deiche unter der Wasserlinie, sodass man sich genau an die Betonnung halten muss. Allerdings sind wesentlich weniger Baken vorhanden als auf der Karte angezeigt; wir halten uns in der Flussmitte.

Nach zwei Stunden erreichen wir die Schleuse von St. Gilles. Der Schleusenwärter ist freundlich, will aber wissen woher wir kommen und wohin wir wollen. Üblicherweise fahren Pénichettes nicht durch seine Schleuse, da sie nicht auf die Rhône dürfen. Die Schleuse hat keine Schwimmpoller, aber bei nur einem Meter Hub ist das auch nicht nötig, im Gegensatz zu den 10 bis 23 Meter hohen Rhône-Schleusen.

Endlich im Kanal! Wir tuckern sehr langsam dahin, aber jetzt zieht keine Strömung mehr und es besteht auch keine Hochwassergefahr. Mittags legen wir am Quai in St. Gilles an und geniessen ein feines Déjeuner am Hafen. Das Städtchen selbst ist nicht besonders schön, aber das Treiben im Hafen interessant. Es treffen ständig neue Boote ein, wir sind ja wieder im Land der Mietbootfahrer. Hier erleben wir auch die südfranzösische Methode des Rückwärtsanlegens; zwei Personen bewaffnen sich mit einer Gaffe und stellen sich ans Heck, der Kapitän steuert irgendwie rückwärts und mit wildem Stochern der Heckmannschaft gegen die anderen Boote (natürlich Spitz voran und gegen das GFK) kommt das eigene Boot perfekt ziwschen den anderen Booten an den Quai. Da wird einem klar, wieso Schiffseigner im Hafen die Mietbootfahrer möglichst meiden.
 
 



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