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Montag, 27.09.10
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Dienstag, 28.09.10
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Mittwoch, 29.09.10
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Donnerstag, 30.09.10
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Freitag, 01.10.10
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Samstag, 02.10.10
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Sonntag, 03.10.10
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Montag, 04.10.10
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Dienstag, 05.10.10
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Mittwoch, 06.10.10
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Donnerstag, 07.10.10
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Dienstag, 05.10.10: Chalon s/Saône
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Es hat die ganze Nacht geregnet, und es sieht nicht aus als ob das irgendwann wieder aufhört. Wir legen trotzdem ab, und da es zwischen Verdun und Chalon sur Saône keine Schleusen hat, werden wir auch nicht nass. Die Tankanzeige steigt nach dem Motorstart zunächst auf 2/3, was uns realistisch erscheint, aber im Verlauf der Fahrt steigt der Zeiger wieder fast auf 4/4. Egal, sicherheitshalber werden wir in Chalon auftanken, denn gemäss der Dame an der Basis müsste der Tank nun fast leer sein, die Anzeige zeigt voll und wir schätzen mindestens halbvoll.
Vom Südwind ist das Wasser noch etwas kabbelig, aber nicht problematisch. Das Wetter bessert sich langsam, und in Chalon ist es zwar noch bedeckt, aber trocken.
Wir legen am Accueil-Steg an, da wir ja noch Diesel tanken wollen. Die Tankstelle wird grad frei, also parkiert der Käptn um und dreht die Calypso, sodass der Einfüllstutzen auf der Uferseite ist. 100 Liter passen in den Tank. Wir wissen nun, dass die Tankanzeige stimmt - sofern sie nicht auf "voll" steht, was sie regelmässig im Laufe des Tages tut. Unser Verbrauch lag somit bei 4 l/h (inkl. Heizung und mehrheitlich Vollgas [11km/h] auf dem Fluss) und die Aussage der Basis bleibt nicht ganz nachvollziehbar, denn mit 250 Litern reicht das locker für zwei Wochen.
Die Calypso ist nicht zum Aussteigen über den Bug geeignet; eigentlich müsste man immer rückwärts anlegen. Das würde in Chalon aber bedeuten, dass man mit dem Heck zur Strömung steht, was auch nicht gut ist. Also legen wir am langen Aussensteg seitlich an.
Zum Mittagessen spazieren wir ins Carrefour-Einkaufszentrum. Das Restaurant ist neu renoviert, und das Essen sehr gut! Trotz riesigem Laden finden wir hier keinen Gasanzünder - der Alte hat den Geist aufgegeben - und auch meine Mentise-Bonbons hat es nicht. Anschliessend spazieren wir auf die Ile St. Laurent, wo wir mit Bedauern feststellen müssen, dass das Abri du Vent Saisonferien macht.
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In der Innerstadt trinken wir Kaffee und suchen Cats-Schuhe. Anscheinend werden die nur für grosse Füsse hergestellt; jedenfalls ernte ich mit meiner Grösse 37 nur mitleidiges Kopfschütteln.
Zum Abendessen gibt es an Bord gebratene Härdöpfeli mit Rahmspinat, da wir kein für uns taugliches Restaurant gefunden haben. In der Zwischenzeit sind einige Pénichettes eingelaufen, und sogar "unsere" Chagny begegnet uns, mit der wir damals wegen Hochwasser nicht auf die Saône durften.
Am Accueil-Steg liegt eine Pénichette, bei der ständiges Kommen und Gehen herrscht. Velos werden ab- und wieder aufgeladen, Leute gehen herum, andere sitzen wartend auf der Flybridge. Später legt die Pénichette ab, aber wie! Zuerst Vollgas zurück - ich sehe sie schon das Restaurantschiff dahinter rammen - dann eine Pirouette im Galopp, und dann mit einem Affenzahn Richtung Aussensteg, direkt hinter uns!
So langsam kommt der Eindruck auf, dass da kein Mietbootfahrer am Steuer steht. Das Boot kommt ganz sacht an den Aussensteg, der Steuermann hüpft heraus, zieht die Leine durch die Klampe und macht - seitlich auf dem Bootsrand sitzend - mit zwei Fingern einen Kopfschlag. Das muss ein Mechaniker von Locaboat sein, der kennt die Pénichette in- und auswendig. Danach geht er mit einem Werkzeugkoffer von Bord, und tatsächlich, neben der Tankstelle steht sein Locaboat-Auto. Ich bin wieder mal versucht, eine Woche bei Locaboat als "Umparkierer" anzuheuern, damit ich das auch lerne...
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