Herbst 2010 - Saône und Canal du Rhône au Rhin - Le Boat Calypso

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Montag, 27.09.10
Dienstag, 28.09.10
Mittwoch, 29.09.10
Donnerstag, 30.09.10
Freitag, 01.10.10
Samstag, 02.10.10
Sonntag, 03.10.10
Montag, 04.10.10
Dienstag, 05.10.10
Mittwoch, 06.10.10
Donnerstag, 07.10.10



 
Donnerstag, 30.09.10: Auxonne

Auf der Le Boat-Basis haben wir erfahren, dass man mittlerweile den Canal de Bourgogne als Einwegfahrt buchen kann, was früher nie möglich war. Das planen wir nun fürs nächsten Jahr, aber somit können wir die - eher langweilige - Strecke bis Dijon jetzt eigentlich weglassen. Wir beschliessen, diesmal auf der Saône zu bleiben und die Orte zu besuchen, die wir noch nicht kennen.

Wir fahren den Canal du Rhône au Rhin wieder hinunter, müssen diesmal aber vor den Schleusen warten, da uns ein anderes Boot vorausfährt. So müssen wir vor der letzten Schleuse warten, denn der Schleusenwärter hat Mittagspause. Sehr pünktlich trifft er wieder ein und schleust uns zusammen mit einem grösseren Boot, das von Schweizern gefahren wird. Wir treffen überhaupt viele Schweizer, man hört fast nur Schweizerdeutsch in den Häfen.

Wieder auf der Saône, drehen wir nach Norden und fahren stromaufwärts, während es leider anfängt zu regnen. Von unserer letzten Fahrt sind wir die grossen Schleusen auf der Saône so gewohnt, dass wir die obligaten Rettungswesten anziehen. Aber oberhalb von St. Jean de Losne gibts keine Grossschifffahrt und die Schleusen sind klein, sie werden mit der altbekannten Drehstange ausgelöst. Also Westen wieder ausgezogen und hoffen, dass es niemand gesehen hat - ausser dem Boot, das da grade aus der Schleuse fährt...

Der obere Steuerstand befindet sich auf der rechten Seite, die ja auch Steuerbord heisst. Wegen dem Regen fahren wir nun im Innensteuerstand, welcher sich ganz vorne links im Boot befindet. Warum das so ist, erschliesst sich uns nicht; aber es ist bei allen uns bekannten Booten dieser Bauart genau gleich. Innensteuerstände im mittleren oder hinteren Teil sind normalerweise rechts. Jedenfalls ist das Navigieren so weit vorne gewöhnungsbedürftig, und die Sicht nach rechts ist schlecht - nach hinten gibts schlicht keine Sicht.
       Gewöhnungsbedürftig ist vor allem die Orientierung, da es keine sichtbare Gerade parallel zum Schiff gibt, sowohl das Fenster wie auch der Bug sind abgewinkelt, was dazu führt, dass man keine Idee hat, was die hinteren zwölf Meter für eine Ausrichtung haben, zumindest solange, bis man nicht mit dem Heck etwas anrumpelt. Der Scheibenwischer erweist sich einmal mehr als Farce, denn aus der Sitzposition, wird nur der rechte obere Teil gewischt und zum Stehen ist das Steuer ungeeignet, da es wie ein Lenkrad montiert ist. Eigentlich schade, denn gerade das animiert Anfänger ein Schiff wie ein Auto zu steuern und reduziert - bei uns zumindest - das Navigations-Feeling.

In Auxonne wollen wir an die schönen Schwimmstege, aber es ist leider schon alles besetzt, da alle seitlich angelegt haben. Am anderen Ufer gibt es kleine Holzstege eines Kanuclubs, aber sie sehen nicht stabil genug aus. Also drehen wir um und legen unterhalb der Brücke an einer Grasböschung bei einer Treppe an. Ohne diese Treppe wäre das heikel, denn die Böschung ist rutschig und ziemlich steil. Wir belegen das Boot mit den Heringen, und der Käptn legt netterweise die Planke aus - ohne wäre ich nicht mehr an Bord gekommen.

Zum Abendessen spazieren wir ins Restaurant Le Blé d'Or, das auch wieder Crêpes anbietet. Leider wird der bestellte Salat zur Galette nicht serviert - ist aber auf der Rechnung - und das Crêpe Grand Marnier ist mit dem billigeren Cordon Jaune zubereitet.
 
 



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