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Sonntag, 26.08.12
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Samstag, 25.08.12
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Montag, 27.08.12
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Dienstag, 28.08.12
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Mittwoch, 29.08.12
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Donnerstag, 30.08.12
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Freitag, 31.08.12
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Samstag, 01.09.12
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Sonntag, 02.09.12
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Montag, 03.09.12
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Dienstag, 04.09.12
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Mittwoch, 05.09.12
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Donnerstag, 06.09.12
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Freitag, 07.09.12
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Samstag, 08.09.12
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Sommer auf dem Fluss
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Nach der anstrengenden letzten Fahrt, welche praktisch nur aus Schleusen bestand, wollten wir wieder gemütlicher unterwegs sein. Die untere Saône hatten wir bereits einmal befahren, aber nur im Schnelldurchgang auf unserem Weg nach Süden. Wir buchten deshalb wieder mal ein Stahlboot, und zwar in Louhans an der Seille. Die Seille ist ein ruhiger Fluss in der Bresse, schiffbar über 39 km von Louhans bis zur Mündung in die Saône. Wir hatten die Seille vor 10 Jahren einmal befahren und wollten dieses schöne Gewässer zum "Jubiläum" wiedersehen.
Auf Flüssen hat es wenig Schleusen, aber umso mehr Wellen, vor allem gen Süden, wo auch grössere Frachter und Kreuzfahrtschiffe unterwegs sind. Darum fiel unsere Wahl auf die Gruno, eine holländische Stahlyacht des Vermieters Saône Plaisance. Solche Boote sind eher zu hoch für die Kanäle, können aber mit Wind und Wellen besser umgehen.
Die wenigen Schleusen auf der Saône sind gross und durch Schleusenwärter in "Towern" gesteuert, nur besitzen sie keine Schwimmpoller. Man muss darum die Leinen jeweils um in der Schleusenwand eingelassene Poller legen und bei jedem Meter umhängen. Die Schleusen auf der Seille haben die üblichen Freycinet-Masse und sind manuell, es gibt keine Schleusenwärter. Man darf also ganz allein selber schleusen, das gefällt uns.
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Wir haben die Reise genossen. Die Saône ist auch im unteren Teil sehr schön, und die Seille sowieso. Uns gefallen die grossen Frachter und auch die Passagierschiffe, deren Manöver wir immer gern beobachten. Mit einem Stahlboot sind auch ihre Wellen gut auszuhalten, im Gegensatz zu den Kanalbooten mit flachem Rumpf. Da auch die Gruno eine "Coche de Plaisance" mit gedrosseltem Motor ist, fehlt aber manchmal einfach etwas Kraft. Gegen Wind und (schwache) Strömung schafften wir knapp 10 km/h.
Die Emalivia war erst vier Jahre alt und noch tiptop in Schuss, wir hatten keinerlei Probleme mit dem Boot. Allerdings sind die Treppenstufen hoch und an die vorderen Fenster kommen nur grössere Leute problemlos heran. Den Innensteuerstand haben wir nicht ausprobiert, aber die Sicht wäre sehr schlecht. Am besten gefallen hat uns der Steuermannsstuhl: ein normaler Bürostuhl - ohne Räder - den man sehr hoch stellen kann. Das ist ideal zum Fahren und erst noch bequem.
Das Wetter war mehrheitlich schön, der Wind hat nicht gross gestört. Nur den Abstecher nach Lyon hätten wir uns sparen können - das ist einfach keine Stadt für Bootsfahrer.
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