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Samstag, 14.04.12
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Sonntag, 15.04.12
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Montag, 16.04.12
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Dienstag, 17.04.12
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Mittwoch, 18.04.12
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Donnerstag, 19.04.12
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Freitag, 20.04.12
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Samstag, 21.04.12
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Sonntag, 22.04.12
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Montag, 23.04.12
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Dienstag, 24.04.12
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Mittwoch, 25.04.12
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Donnerstag, 26.04.12
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Freitag, 27.04.12
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Samstag, 28.04.12
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April, April
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Locaboat eröffnete dieses Jahr eine neue Basis in Montbard am Canal de Bourgogne. Da wir letztes Jahr genau bis Montbard kamen, nutzten wir die Gelegenheit und buchten wieder eine Pénichette, um den zweiten Teil dieses schönen Kanals kennenzulernen.
Unsere Ferien fielen umständehalber auf den April, deshalb mussten wir ein Boot mit guter Heizung (sprich Dieselbrenner und Radiatoren) haben. Die Europa-Boote standen in Montbard nicht zur Verfügung, also buchten wir eine Pénichette 1020 FB. Dieses Boot fuhren wir 2005 schon einmal und waren vom Manövrieren nicht begeistert. Ich war nun gespannt, ob es mit mehr Erfahrung besser geht.
Wettermässig hat der April seine Stärken voll ausgespielt. Es regnete jeden Tag mindestens einmal, meistens aber mehrmals, war sehr kalt und der Wind wechselte die Richtung schneller als wir das Ruder drehen konnten. Über die Heizung waren wir sehr froh, so blieb es nachts ziemlich warm im Boot und wir konnten Kleider, Handschuhe und Tücher trocknen. Die Badezimmer waren zum Duschen wärmer als zuhause - wunderbarer Komfort bei diesem Hudelwetter. Auch sonst ist die P 1020 FB zum Wohnen gut geeignet.
Auf der Strecke Montbard bis Vandenesse-en-Auxois weist der Canal de Bourgogne die höchste Schleusendichte auf, mehr als eine Schleuse pro Kilometer, und auf dem Scheitelpunkt gilt es noch einen Tunnel von ca. 3'330 Meter Länge zu durchfahren. Es war nicht unser erster Tunnel, aber der unangenehmste - sehr eng und dunkel, aber in einem Mittelstück beleuchtet, es fühlt sich sehr klaustrophobisch an darin. Die Schleusen sind alle bedient, wobei man in der Vorsaison von einem Schleusenwärter begleitet wird, Tore und Schütze sind mehrheitlich manuell.
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Das Fahren der P 1020 FB ging diesmal tatsächlich besser, wir haben von unseren Fahrten auf verschiedenen Booten in den letzten Jahren profitiert. Den Wind können wir besser "lesen" und das Boot besser dagegen halten, auch bei Langsamfahrt, und wir sehen nun auch klar wo die Grenzen des Bootes liegen. Der Bug ist sehr leicht und so reicht es aus, dass jemand im Bug von links nach rechts spaziert, um das Boot nach rechts zu wenden. Man muss den Bug ständig im Auge behalten, weil das Boot nichts vom Geradeauslaufen hält; das Fahren ist fast mehr Arbeit als Vergnügen.
Das Boot reagiert auch sehr sensibel auf seitlichen Wind, man muss bei starken Böen mit einer gewissen Geschwindigkeit in die Schleusen einfahren um nicht bei der Einfahrt schon gegen die offenen Tore zu donnern. Diese Vorwärts-Energie muss dann aber durch stärkeres "Bremsen" vernichtet werden, was dazu führt dass die P 1020 FB - wie ein ungehaltenes Pferd - den Hintern querstellen will und halt seitlich an die Mauer kommt. Wird dieses "Hintern verwerfen" dann noch vom Wind unterstützt, rumst es etwas (die Fender sind nie genau da wo man sie braucht). Bis auf eine gerissene Fenderleine, die am Schleusentor eingehängt hatte, haben wir aber keine Schäden verursacht.
Das Schleusen geht mit der P 1020 FB ziemlich gut. Nachdem wir rausgefunden hatten, wie wir die hintere Leine führen müssen, konnten wir das Boot auch beim Aufwährtsschleusen gut halten: von der hinteren unteren Klampe um den Schleusenpoller, von dort noch um die hintere obere Klampe und das Ende von Land aus halten. Das einzige Problem waren die obersten Schleusen, welche nur zwei Poller mit einem Abstand von 20 Metern aufweisen - da ist der Winkel zu schlecht und wir konnten das Boot nur kontrolliert auf die andere Seite laufen lassen. Die Pénichette 1020 FB hat die Eigenschaft, immer mit dem Heck zur gegenüberliegenden Schleusenmauer zu ziehen, egal wie das Wasser strömt und das Ruder steht.
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