Frühling 2015 - Canaux de Bourgogne, Centre, Rhône au Rhin, Saône - Pénichette 1120R

zu den Fotos


Samstag, 18.04.15
Sonntag, 19.04.15
Montag, 20.04.15
Dienstag, 21.04.15
Mittwoch, 22.04.15
Donnerstag, 23.04.15
Freitag, 24.04.15
Samstag, 25.04.15
Sonntag, 26.04.15
Dienstag, 28.04.15
Mittwoch, 29.04.15
Freitag, 01.05.15
Samstag, 02.05.15
Sonntag, 03.05.15
Montag, 04.05.15
Dienstag, 05.05.15
Mittwoch, 06.05.15
Donnerstag, 07.05.15
Freitag, 08.05.15



 
Chalon Dijon Dole Rundfahrt

Das Boot
Wir entschieden uns auch diesmal wieder für eine Pénichette Terrasse, diese war einfach unser Lieblingsboot und wir fühlten uns darauf wie zu Hause. Die "Remigny" hatte allerdings ein paar kleine Macken. Der Kühlschrank lief wieder, sobald der Konverter eingeschaltet war, und auch die untere Heizung wurde vom Mechaniker schnell in Ordnung gebracht. Unterwegs bemerkten wir dann, dass der Backofen nicht ging, da kam anscheinend kein Gas an. Mehrere Fensterschliessen fehlten, eine Schiebedachverriegelung funktionierte nicht mehr, die Schubladenknöpfe liessen sich nicht ganz versenken und diverse Heizungsdeckel fehlten. Der Türschlüssel ging manchmal nicht richtig, und auch das Abspülwasser lief schlecht ab. Das Ruder harzte einseitig etwas, und eine seitliche Abdeckung vom Gashebel fehlte. Das waren mehrheitlich nur Schönheitsfehler, sie zeigten aber, dass das Boot nicht sehr sorgfältig gewartet wurde.
Ein weiterer Defekt zeigte sich bei der Frischwasserpumpe. Eines Nachts ging die elektrische WC-Spülung nicht mehr, und wir füllten am nächsten Wasser auf. Das Problem trat aber öfters auf, sodass wir dem nachgingen. Wir spekulierten zuerst, dass das Wasser nicht richtig zwischen den beiden Frischwasser-Tankteilen floss, da es nach Vollfüllen einmal funktioniert hatte. Zufällig kamen wir aber darauf, dass mit einem gezielten Schlag aufs Steuerpult die Spülung wieder ging. Anscheinend war unter dem Steuerpult ein Wackelkontakt, der die Wasserpumpe lahmlegte, vielleicht an einem Relais. Jedenfalls hatten wir von diesem Moment an keine Probleme mehr: wenn die Spülung nicht ging, rief man aus dem Badezimmer nach oben "hau mal drauf" und sofort ging die Spülung wieder...
Trotz den Defekten war das Boot im Grossen und Ganzen in Ordnung, vor allem weil es einfach handlich war, und für uns nach wie vor der beste Kompromiss zwischen Wohnen und Navigieren war.
  Die Reise
Dieses Jahr wollten wir im Herbst eine Fachmesse besuchen und konnten deshalb nur im Frühling Ferien nehmen. Dafür sollten es drei Wochen werden. Von der Locaboat-Basis in Saint Léger sur Dheune konnten wir bis nach Dole und Dijon fahren. Dole gefiel uns einfach, und Dijon wollten wir mal sehen, es sollte eine hübsche Innerstadt haben. Gleichzeitig fand in Saint Jean de Losne der Salon Fluvial statt, den wir auch schon lange mal besuchen wollten. Es wurde also eine ideale Kombination von Fluss- und Kanalfahrt, mit hübschen Städtchen und grünen Landschaften, zufriedenen Charolais-Kühen und grossen Weinbergen.
Die Stadt Dijon zeigte sich dann leider nicht zuvorkommend für Bootstouristen. Wie bei allen grösseren Städten bisher, gab es kaum Platz für Nicht-Dauerlieger im Hafen. Der gerade Quai, an dem wir schliesslich festmachen mussten, weil die Schleusen Feierabend hatten, war von vielen Spaziergängern, Hunden und Fischern bevölkert, und Wasser und Strom gab es dort gar nicht. Also blieben wir dort nur eine Nacht.
Dafür war Dole wiedermal die Reise wert. Das Städtchen mit den schönen alten Gebäuden, der Gerbergasse und vielen alten Wasserbauten war gut erhalten, und viele Restaurants boten sehr feine Menüs an.
Das Wetter zeigte sich am Anfang und Ende unserer Reise schön, dazwischen gab es eine Regenphase und auf der Saône hatten wir sogar Hochwasser. Wir hatten auch von zuhause immer mal wieder die Hochwasser in Frankreich verfolgt und konnten deshalb die Entwicklung einschätzen, als wir die ersten VNF-Warnungen erhielten. Nach dem starken Regen in Dole war klar, dass der Doubs schnell steigen würde. Die Schliessung der "Portes de Garde" auf der oberen Saône machte ebenso klar, dass eine Welle die Saône hinunterkam, die uns dümmstenfalls tagelang blockieren würde. Schwach motorisierten "Sans Permis"-Mietbooten wie unserer Remigny konnte auch die stärkere Strömung zu schaffen machen, was höheren Dieselverbrauch und vor allem längere Fahrzeiten bedeutete. Wir fuhren darum direkt von Dole nach Chalon und liessen die geplante Übernachtung in Seurre aus. Die Entscheidung war richtig; wir erreichten zwar den Canal du Centre nicht mehr am gleichen Tag, konnten aber am folgenden Morgen in Chalon noch tanken und flüchteten dann in den Canal du Centre.
Schon am Tag darauf waren die Zapfsäulen abmontiert und der Quai unter Wasser, das Wasser stieg noch zwei Meter weiter.
Das Städtchen Chagny überraschte uns mit sehr guten Restaurants, und wir konnten die Domaine de la Folie besichtigen, was sehr interessant war und uns zu einigen guten Flaschen Wein verhalf.
Bis auf den Abstecher nach Dijon verlief unsere Reise schön, erholsam und abwechslungsreich.
 

Datum   Ort Fahrzeit Kilometer Schleusen
Samstag 18.04.15   Saint Léger sur Dheune 0.0 0.0 0
Sonntag 19.04.15   Chagny 3.0 14.0 4
Montag 20.04.15   Fragnes 3.5 10.5 11
Dienstag 21.04.15   Verdun sur le Doubs 3.3 29.0 1
Mittwoch 22.04.15   Brazey en Plaine 5.6 52.5 4
Donnerstag 23.04.15   Dijon 8.2 23.5 20
Freitag 24.04.15   Pont Hémery 6.2 21.0 18
Samstag 25.04.15   Saint Jean de Losne 2.1 6.5 4
Sonntag 26.04.15   Saint Jean de Losne 0.0 0.0 0
Dienstag 28.04.15   Dole 5.3 24.0 9
Mittwoch 29.04.15   Dole 0.0 0.0 0
Freitag 01.05.15   Dole 0.0 0.0 0
Samstag 02.05.15   Chalon sur Saône 9.0 96.0 11
Sonntag 03.05.15   Fragnes 1.7 8.0 1
Montag 04.05.15   Fragnes 0.0 0.0 0
Dienstag 05.05.15   Chagny 3.4 11.0 11
Mittwoch 06.05.15   Chagny 2.1 18.0 0
Donnerstag 07.05.15   Saint Léger sur Dheune 2.6 14.0 4
Freitag 08.05.15   zu Hause 0.0 0.0 0
    Total 56.0 328.0 98
 

 



Übersicht